Pressespiegel

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Geld für den Bürgerbus

10.12.2019 VN
Visselhövede - Der Visselhöveder Bürgerbusverein darf sich freuen, denn der Finanzausschuss hat den Betriebskostenzuschuss in Höhe von 2.500 Euro genehmigt. Der Verein benötigt das Geld, um die anstehenden Reparaturkosten für den VW aufzubringen. "Denn der Bürgerbus ist mittlerweile auch schon wieder einige Jahre alt und hat schon172.000 Kilometer auf dem Tacho", so der Vereinsvorsitzende Eckhard Langanke.

 

 
Foto: Wieters

Gretel Brammerloh ist der 60.000 Fahrgast des bürgerbusses

09.08.2019    VN
Ein ganzes Jahr lang darf Gretel Brammerloh den Visselhöveder Bürgerbus kostenlos nutzen. Denn die rüstige Rentnerin aus Stellichte bekam jetzt einen entsprechenden Gutschein von Bürgerbusvereinschef Eckhard Langanke (l.) und dem Beisitzer Volker Treichel überreicht, weil sie der 60.000 Fahrgast ist.

Brammerloh nutzt den Bus mehrmals in der Woche und hatte vor zehn Jahren dafür gesorgt, dass er die Nachbargemeinde ansteuert.

 
Viel Los am Infobus des VBN:
Das Ehepaar Meyer (Mitte) aus Jeddingen wollte von Andras Gieschen (dritter von rechts) wissen, wie sein Enkelkind am besten zur Berufsschule nach Bremen-Walle kommt.
© Foto: Henning Leeske  

VBN-Infobus macht Halt auf dem Visselhöveder Wochenmarkt   06.02.2019 RR

Ein Ticket fürs ganze Netz

Visselhövede (hl). „Wie kann unser Enkelkind denn jetzt besser von Jeddingen aus nach Bremen-Walle zur Berufsschule kommen?“ Das war eine der Fragen, die die ÖPNV-Experten kürzlich beim Infobus des Verkehrsverbundes Bremen Niedersachsen (VBN) auf dem Visselhöveder Wochenmarkt beantworteten.

Natürlich hatten Petra Böhm und Andre Gieschen die richtige Antwort parat und zugleich eine Empfehlung für ein günstiges Schüler-, beziehungsweise Azubi-Ticket. Denn mit dem Heideexpress, bei der Bahn Erixx genannt, kann der Fahrgast von Visselhövede aus innerhalb von 46 Minuten den Bremer Hauptbahnhof erreichen – wenn gerade keine Baustelle auf der Strecke ist wie derzeit. Das war zwar auch schon vor dem 1. August vergangenen Jahres möglich, aber der entscheidende Unterschied ist heute, dass die Visselstadt Mitglied im VBN ist und somit die Devise gilt: „Ein Verbund, ein Ticket.“
Deswegen kostet die einfache Fahrt mit dem Erixx jetzt 10,60 Euro und eine Viererkarte 38,20 Euro. „Damit können Sie dann auch in Bremen mit der Straßenbahn oder dem Stadtbus bis zu ihrem Ziel im Stadtgebiet fahren“, erklärte Böhm den Fragestellern. Besonders günstig wäre ein Tagesticket für mehrere Personen, so kostet ein Tagesfahrschein für zwei Menschen 25 Euro und berechtigt zu beliebig vielen Fahrten von der Vissel an die Weser an einem Tag. „Für nur 70 Cent mehr bekommen sie sogar ein VBN-Netzticket für zwei Personen und können bis Oldenburg oder Bremerhaven fahren, alles vom Bahnhof Visselhövede aus“, so Böhm weiter. Außerdem interessierten sich die Visselhöveder für die Verbindungen nach Rotenburg und wie sich nun im VBN die Tarife für Fahrten in die Kreisstadt geändert hätten. Daher wollte auch einige Fahrgäste Erklärungen für die Fahrplan-App des VBN haben, um selber die Fahrzeiten samt Ticket ermitteln zu können. Auch die beiden Ehrenamtler vom Bürgerbus, Eckhard Langanke und Volker Treichel, nutzten die Gelegenheit, für die Dienste des ehrenamtlichen Busses in Visselhövede zu werben. Schließlich sind die Linien des Bürgerbusses nun ebenfalls Teil des VBN-Systems. Noch nicht dazu gehört jedoch der neue Schnellbusverkehr „Viwaldi“ von Visselhövede nach Walsrode, weil der Heidekreis nicht mehr zum VBN gehört. Allerdings hatten die Passanten großes Interesse an dieser Verbindung und den zugehörigen Haltestellen. „Trotz der kalten Temperaturen hatten viele Menschen Fragen zum Angebot des VBN in Visselhövede“, resümierte Böhm zufrieden und verwies auf die Servicehotline des Verkehrsverbundes unter 0421/596059 und die Internetseite www.vbn.de für weitere Informationen.

 
  Die Fahrer beim gemeinsamen Essen

Zwei neue Fahrer für den Bürgerbus   03.01.2019 VN

19 Ehrenamtliche aktiv   

Visselhövede – Jeden letzten Mittwoch im Monat trifft sich der Visselhöveder Bürgerbusverein mit den Fahrern, um die Einteilung vorzunehmen.
„So wird die Gemeinschaft gepflegt“, berichtet Vorsitzender Eckhard Langanke, der sich über zwei Neuzugänge freut. Zur Verstärkung kamen Peter Endres aus Visselhövede und Reiner Henke aus Kirchwalsede hinzu. „Somit haben wir jetzt 19 Fahrer. Es dürfen aber gerne noch mehr hinzukommen, zumal immer jemand durch Urlaub oder Krankheit ausfällt“, verdeutlicht Langanke.

Der neue Fahrplan ist zeitlich sehr eng gestrickt, und muss laut Langanke überarbeitet werden. „Aber das kann erst Mitte des Jahres entsprechend geändert werden.“ Ansonsten erhalten die ehrenamtlichen Fahrer positive Resonanz von den Fahrgästen, dessen Zahl auch 2018 konstant geblieben ist. „Die Leute sind zufrieden und dankbar für die Mitfahrmöglichkeit.“ 

Wer Näheres über die Arbeit des Bürgerbusvereins wissen möchte oder sich als weiterer Fahrer zur Verfügung stellen möchte, kann sich bei Eckhard Langanke unter der Telefonnummer 04262 / 2464 melden. (aki)

 29.12.2018 RR

 


Wolf Fischer, Fahrer der ersten Stunde, zeigt wie es geht: Ein paar Klicks – und schon gibt es das VBN-Tickt nach Bremen auch im Visselhöveder Bürgerbus. Das ist allerdings nur vier Stunden ab Ausstellung gültig.

Automatendefekt am Bahnhof            21.12.2018 VN

VBN-Tickets gibt es jetzt auch im Bürgerbus

Visselhövede - Von Jens Wieters. Fahrgäste, die in der vergangenen Woche von Visselhövede aus per Zug nach Bremen oder Uelzen fahren wollten, guckten ein wenig ratlos aus der Wäsche. Denn der Ticketautomat am Bahnhof war nicht mehr da. Also blieb den Fahrgästen nur die Möglichkeit, in den Zug einzusteigen und dem Schaffner das Dilemma zu erklären. Aber es gibt eine weitere Alternative: Denn im Bürgerbus kann man ab sofort VBN-Fahrkarten lösen.
Es war bisher aber nur wenig bekannt, dass unser Bürgerbus quasi ein rollender Fahrkartenautomat ist“, sagt Bürgerbusvorsitzender Eckhard Langanke. Denn seit August ist die Stadt Visselhövede Mitglied des Tarifverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN). Damit gehört auch der Bürgerbus dem VBN an und ist legitimiert, Tickets zu verkaufen.
Das wurde allerdings erst in der vergangenen Woche fleißig genutzt. Denn der Fahrkartenautomat am Bahnhof war von Unbekannten so massiv beschädigt worden, dass er von der Bahn abgebaut werden musste. Fahrgästen, die die Züge nutzen wollten, blieb vor Ort nur die Möglichkeit, ohne gültige Karte in den Erixx einzusteigen – natürlich immer mit dem blöden Gefühl im Bauch, bei einer Kontrolle der Schwarzfahrerei verdächtigt zu werden.
Mittlerweile steht zwar wieder ein Automat am Bahnhof, allerdings bleibt der Bildschirm zurzeit noch dunkel. Wahrscheinlich muss erst die richtige Software aufgespielt werden. „Aber die Leute können ja auch bei uns die Fahrkarten kaufen“, so Langanke, der mit seinen Vereinsmitgliedern den Fahrplan des Bürgerbusses ein wenig modifiziert hat. „Unser Bestreben ist es, mehrmals täglich so am Bahnhof zu sein, dass unsere Fahrgäste die Züge erreichen, ohne lange warten zu müssen.“

Der Haken an den Tickets: Sie gelten nur vier Stunden lang

So kann zum Beispiel ein Bürgerbus-Fahrgast aus Schwitschen am Dohrmanns Horst ein Ticket zum Bremer Hauptbahnhof lösen. Das kostet 10,50 Euro – für die einfache Fahrt. Auch eine Rückfahrt kann man gleich buchen und bezahlen.
Aber jetzt kommt der Haken an der Sache. Denn die Fahrkarte von Schwitschen bis nach Bremen ist nämlich nach Erwerb nur vier Stunden gültig. „Da hat man also kaum Zeit, sich in der Hansestadt umzusehen. Besser ist es also, bei uns nur eine Hinfahrkarte zu kaufen und sich in Bremen das Rückfahrticket zu sichern“, so Langanke, der „auch nicht so genau weiß, warum diese Vier-Stunden-Frist vom VBN eingerichtet worden ist“.
Eine weitere Sache beim Ticketkauf im Bürgerbus, die nicht so ganz ausgegoren ist, ist die Größe des Fahrscheins. Denn die bei den Fahrern gekauften Exemplare lassen sich nicht in dem blauen Kasten am Bahnhof entwerten.
Sie sind schlicht zu groß.
„Aber wir haben Rückmeldungen bekommen, dass die Zugbegleiter über diese Umstände informiert sind und die Fahrkarte problemlos anerkennen“, informiert der Vorsitzende des Bürgerbusvereins.

 

07.02.2018 RR


 

 
Eckhard Langanke (links) überreichte
Wieka Dierksen als 50.000. Fahrgast
zusammen mit Bürgerbusfahrer Helmut Kröder den begehrten Freifahrtschein.
Foto: © Henning Leeske
 

Jahreskarte für den 50 .000 Fahrgast des Bürgerbusses

Visselhövede (hl). Seit zehn Jahren ist der Bürgerbus Visselhövede im Dienst – und nun konnte der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Eckhard Langanke, den 50.000. Fahrgast begrüßen. 

Wieka Dierksen fährt beinahe täglich mit dem Bürgerbus von der alten Molkerei in Schafwinkel nach Visselhövede zu ihrem Ausbildungsplatz im Verkaufsgeschäft eines einheimischen Bäckers. So bekam die Auszubildende ein echtes Weihnachtsgeschenk, und fährt nun 2018 dank der Jahreskarte kostenlos zur Arbeit, und erhält als Stammgast den begehrten Freifahrtschein. Außerdem trägt Dierksen so selber zu steigenden Fahrgastzahlen auf der Langstrecke des Busses ganz aktiv bei. Der Visseler Bürgerbus gehört dank der Projektes Hohe Heide zu einem der wenigen Bürgerbusse, die in drei Landkreisen Niedersachsens unterwegs sind. Mit der Verbindung von Neuenkirchen mit einem Umsteiger in den Kirchlintler Bürgerbus bei der Rendez-Vous-Haltestelle in St. Pauli besteht so eine Strecke vom Heidekreis bis in den Landkreis Verden.

 

 

Auf dem Marktplatz vor dem Visselhöveder
Rathaus versammelten Vereine aus der
ganzen Region ihre Fahrzeuge
 © Leeske

Bürgerbus Visselhövede feiert Betriebsjubiläum -

Von Henning Leeske  720.000 Kilometer v.

Visselhövede. Welcher Visselhöveder hat ihn noch nicht gesehen – den Bürgerbus Visselhövede? Wohl kaum ein Einwohner kann diese Frage mit Ja beantworten, denn in den zehn Jahren seit Betriebsbeginn am 9. Dezember 2007 hat der Bus im dezenten dunklen Rot schon 720.000 Kilometer auf den Straßen der Visselstadt auf dem Buckel. Das heißt, dass die 25 bisher tätigen Fahrer jeder im Durchschnitt knapp 29.000 Kilometer selber auf Linie waren, wie es im Fachjargon heißt. Natürlich gibt es einige Fahrer, die sogar noch mehr auf Achse waren und quasi schon einmal um die Erde mit dem Bürgerbus gefahren sind.

Bereits ein Jahr vor dem Betriebsbeginn hatte sich der Verein des Bürgerbusses gegründet, nachdem der heutige Vorsitzende Eckhard Langanke und Enno Precht zusammen mit dem Verkehrsplaner Dietrich Stempel die Machbarkeit eines derartigen Projektes abgesteckt hatten. „Denn es gab vieles zu bedenken“, erinnerte sich Langanke auf der Feierstunde mit vielen befreundeten Bürgerbusvereinen am vergangenen Samstag im Haus der Bildung. Das Wichtigste war gewesen, genügend ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer zu finden, die regelmäßig in ihrer Freizeit auf Tour für die Allgemeinheit gehen. Nach wie vor sucht der Verein jederzeit neue Fahrer.

Dann war da noch die Frage der Linienkonzession, aber ein Kooperationspartner half da weiter. Auch das Förderprogramm der Hohen Heide unterstützte bei der Finanzierung des Fahrzeugs. Außerdem musste der Verein die Beschaffung des Busses klären. Mittlerweile ist übrigens schon der dritte Bus im Dienst, nachdem das zweite Fahrzeug nach einem ansonsten glimpflich ausgegangenen Unfall etwas früher als geplant außer Dienst gestellt werden musste. Daran sieht man aber auch, welche Verantwortung die Fahrer auf ihrer täglichen Runde von 300 Kilometern freiwillig tragen: Von Anfang an dabei sind nämlich Ursula Endres, Wolf Fischer, Helmut Krüder, Eckhard Langanke, Dieter Precht, Karin Wallin und Hans-Hermann Nieber. Nach zehn Jahren Fahrdienst hat der Verein gewissermaßen auch schon den ersten Pensionär – Dieter Jepsen beendete kürzlich nach einer Dekade seinen Dienst auf eigenen Wunsch. Der Vorsitzende Langanke überreichte ihm als Anerkennung einen unübertragbaren Dauerfahrschein, der zum unbegrenzten Benutzen des ehrenamtlichen öffentlichen Personennahverkehrs berechtigt. Geschenke gab es auch für den Bürgerbusverein von den Ehrengästen und den vielen befreundeten Vereinen aus ganz Niedersachsen. So besang der Vorsitzende der Kirchlintler Bürgerbusses Rüdiger Klinge anhand der Melodie der „Schwäbischen Eisenbahn“ das pro Monat 90-fache Rendezvous der beiden benachbarten Vereine in dem Ort St. Pauli an der Kreisgrenze. Als Erinnerung überreichte er ein spezielles Haltestellenschild, das der Verein demnächst feierlich an Ort und Stelle installiert. „Was wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben ist schon Wahnsinn, aber was ihr in den letzten zehn Jahren Betrieb alles erlebt habt, muss einfach unglaublich sein“, sagte Bodo Becker vom noch neuen Oytener Bürgerbus. Außerdem gratulierten noch viele andere Bürgerbusvereine aus Walsrode, Sottrum, Loccum, Achim und Schwarmstedt den Visselern zum Jubliäum. Bürgermeister Ralf Goebel bewunderte das Durchhaltevermögen der Engagierten im Verein. „Da steckt ganz viel Idealismus in ihrer ehremamtlichen Arbeit. Sie haben das Ohr am Bürger für neue Konzepte“, sagte Goebel und dankte herzlich für die zehn Jahre, die der Bus schon auf dem Weg ist. Bei seinem Glückwunsch stellte der stellvertretende Landrat Erich Gajdzik fast neidisch fest, dass bis auf Gnarrenburg im Nordkreis kein Bürgerbus unterwegs sei. „In Bremervörde wurden aber erste Erhebungen für die elf Ortschaften durchgeführt“, berichtete er. Anschließend tauschten die zwanzig Bürgerbusvereine bei Gulaschsuppe so manche Anekdote aus dem Linienalltag aus, wie zum Beispiel über den ersten Bus in Visselhövede, „der zum Schluss mit Öl betankt wurde und Diesel nur nachgefüllt werden musste“, scherzte Langanke.

 

 
 

Bürgerbus weiter ohne werbung

 15.12.17    VN

Visselhövede- 5000 Euro als Betriebskostenzuschuss erhält der Visselhöveder Bürgerbusverein aus der Stadtkasse. Das hat der Finanzausschuss mehrheitlich beschlossen.
"Unser Bürgerbus hat in der Region Vorbildcharakter und der Zuschuss hält sich im Rahmen uns entspricht bei mehr als 5000 Fahrgästen pro Jahr nicht mal einen Euro pro Einwohner", begrüßte Bürgermeister Ralf Goebel den Antrag ausdrücklich. Lediglich Henning Vollmer (CDU) kann weiterhin nicht nachvollziehen, "warum unser Bus immer noch komplett ohne Werbung unterwegs ist." Werbeaufkleber, die nicht "unbedingt häßlich sein müssen", würden Geld in die Vereinskass spülen. Bürgerbus-Chef Eckhard Langanke, auch Mitglied im Ausschuss, betonte, dass Visselhöveder Unternehmen durch den Verkauf von Bürgerbuspunkten schon beteiligt seien.
"In vergangenen Jahr brauchten wir keine Hilfe, aber vielliecht 2018. In diesem Jahr brauchen wir das Geld nachdem Verkehrsunfall mit Totalschaden des Busses", so Langanke.

 
Imposantes Bild: Zwölf Bürgerbusse waren zum Geburtstag des Visselhöveder Vereins gekommen.

Rüdiger Klinge vom Kirchlintelner Verein sang seinen Visselhöveder Kollegen ein Ständchen.

Dieter Jepsen erhielt eine Bürgerbus Ehrenkarte vom Vorsitzenden Eckhard Langanke (r.).
(alle Fotos von © A. Kirchfeld)


 
 

Feierstunde der Bürgerbusse in Visselhövede

Verein besteht seit zehn Jahren v.

Von A. Kirchfeld. Mehr als 60 Bürgerbusfahrer aus ganz Norddeutschland sind am Sonnabend nach Visselhövede gekommen, um das zehnjährige Bestehen ihrer Visselhöveder Kollegen zu feiern.

Bei einem Festakt im Haus der Bildung begrüßte Vorsitzender Eckhard Langanke die Ehrengäste und ließ die vergangen Jahre noch einmal Revue passieren. 2006 wurde Langanke auf den Bürgerbusverein Schwarmstedt aufmerksam und überlegte gemeinsam mit Enno Precht und Verkehrsplaner Dietrich Stempel, so etwas auch in Visselhövede zu initiieren. Hilfreich war, dass die „Hohe Heide“ schon 2002 beschloss, Projekte, die den individuellen Personennahverkehr vor Ort verbessern, zu unterstützen.

Nach Gründung des Vereins konnte ab Dezember 2007 der erste Bürgerbus in Visselhövede seine Runden drehen. „Wir haben mit 19 Fahrern begonnen. Fahrer der ersten Stunde waren Fred Dorogi, Friedrich Bode und Dieter Jepsen.

„In den vergangenen zehn Jahren konnten wir 25 Fahrer einsetzen, sind täglich 300 Kilometer, somit insgesamt 72 000 Kilometer, gefahren. Das allerdings mittlerweile mit dem dritten Bus. Warum das alles? Wir steuern im ländlich geprägten Raum entlegene Orte an, erleben viel Zuwendung und können viele Geschichten erzählen“, so Eckhard Langanke, der dem „Bürgerbusrentner“ Dieter Jepsen eine lebenslange Dauerfahrkarte für das Gefährt überreichte.

Visselhövedes Bürgermeister Ralf Goebel hob die aktive Bürgerbusarbeit hervor und betonte, dass viel Idealismus hinter den Fahrern stehe. „Wir sind zwar alle mobil, aber wir werden älter und das Nahverkehrsnetz hier auf dem Lande ist ein Problem. Durch den Bürgerbus werden viele Flächen abgedeckt, sodass man die Aktivitäten und das Angebot vor Ort nutzen kann.

Es geht immer auf und ab und auch der Bus wird kritisch hinterfragt, wenn er mal keine Gäste befördert, aber die Bilanz ist positiv. Das sieht man an der Zahl der Menschen, die befördert werden“, so Goebel. Glückwünsche des Landkreises überbrachte der stellvertretende Landrat Erich Gajdzik, der insbesondere Eckhard Langanke für sein Engagement dankte. „Der Bürgerbus eröffnet den Menschen Chancen, um am täglichen Leben teilnehmen zu können. Großen Dank und Respekt an die Fahrer! Es ist ein besonderes Ehrenamt, denn auf Sie warten Menschen.“

Viele Grußworte gab es auch von den befreundeten Bürgerbusvereinen. Einen musikalischen Gruß hatte der Kirchlintelner Verein, mit Gitarrist Rüdiger Klinge im Gepäck, der das Lied der „Schwäbschen Eisenbahn“ auf den Bürgerbus umtextete und so für gute Stimmung sorgte.

Den Text ist hier zu finden!

 

 
 
Volker Treichel (von links), Jürgen Wohlberg, Lina Jepsen und Eckhard Langanke empfingen Dieter Jepsen nach dessen letzter Fahrt.  Foto: Nina Baucke ©

Abschied von Bürgerbus-Engagement nach zehn Jahren

Dieter Jepsens letzte Fahrt v.

Visselhövede. Die letzte Fahrt von Dieter Jepsen endet sogar mehr als pünktlich: Wenige Minuten vor der Zeit rollt der 75-Jährige mit dem Bürgerbus auf den Hof vor dem Quartier Vereins an der Soltauer Straße. Mit ihm verabschiedet sich der letzte aus der Runde der ersten Drei Bürgerbusfahrer.

Zum Dank für sein Engagement als Fahrer nahmen ihn Eckhard Langanke, Jürgen Wohlberg und Volker Treichel vom Vereinsvorstand sowie Jepsens Frau Lina nach seiner letzten Tour in Empfang. Jepsen schließt sich mit seinem „Bürgerbus-Ruhestand“ Fred Dorogi und Friedrich Bode an, die bereits seit einiger Zeit im Ruhestand sind. Auf Jepsens Konto gehen bei seinem Abschied nach seinem Start vor fast zehn Jahren etwa 500 Touren über rund 70.000 Kilometer. „Ich habe immer die Montagstouren übernommen“, sagt Jepsen. Das sorgte dafür, dass er und seine Fahrgäste einander mit den Jahren kennenlernten. „Da war unter anderem eine nette ältere Dame aus Schwitschen, die mehrmals die Woche mit dem Bürgerbus unterwegs war.“

Vor seinem Engagement beim Bürgerbusverein hat der Visselhöveder auf dem Bau gearbeitet – 46 Jahre lang. „Dann war ich Rentner, und die Idee mit den Bürgerbussen kam auf – und dass ich mich da mit einbringe“, erinnert sich der 75-Jährige an den Beginn seines Engagements. „Man erlebt immer viel Lustiges“, sagt Treichel, Mitglied im Vereinsvorstand und selbst Fahrer. Er wie auch die übrigen Aktiven hoffen weiterhin auf neue Fahrer – vor allem aber auf Fahrerinnen. Wer sich für ein Engagement im Bürgerbusverein interessiert, kann sich beim Vorsitzenden Langanke telefonisch unter 04262/2464 melden. Voraussetzung für das Fahren ist ein Führerschein Klasse 3, beziehungsweise B sowie ein Fahrgastbeförderungsschein. Die Kosten für Letzteres übernimmt der Verein.
Zudem feiert der Verein am Samstag, 09. Dezember, den Betriebsbeginn des Bürgerbusses in Visselhövede vor zehn Jahren mit einer Feier im Bürgerhaus. Beginn ist um 11 Uhr.

 
 
In Orange prangt künftig das Linienziel an der Vorderscheibe des Bürgerbusses Visselhöved